Innovation trifft Alltag
Wenn man durch die Hallen der Messe Düsseldorf geht, spürt man sofort: Hier geht es nicht nur um Produkte, sondern um Menschen, Ideen und Geschichten. Vom 17. bis 20. September 2025 öffnet die REHACARE International wieder ihre Tore – und verwandelt Düsseldorf in den Treffpunkt für alle, die mit den Themen Rehabilitation, Pflege, Inklusion und Prävention zu tun haben.
Dabei ist die Messe längst nicht nur eine Fachveranstaltung. Viele Besucherinnen und Besucher sind selbst betroffen – sei es durch eine Behinderung, chronische Erkrankung oder im Rahmen der Pflege Angehöriger. Und genau deshalb ist die REHACARE so besonders: Sie bringt Experten, Anbieter, Betroffene und Angehörige zusammen, und das in einer offenen, erlebbaren Atmosphäre.
1. Ein Blick zurück: Von den Anfängen bis heute
Die Geschichte der REHACARE beginnt im Jahr 1977. Damals fand die erste Veranstaltung unter dem schlichten Titel „REHA-Messe für Rehabilitation“ statt. Schon damals kamen fast 13.000 Besucher, um 118 Aussteller*innen zu erleben – ein erstaunlicher Erfolg für die Anfangszeit.
In den folgenden Jahren entwickelte sich die Messe Schritt für Schritt weiter. Ab Ende der 1990er wurde sie jährlich ausgerichtet, ab 2001 bekam sie den Namen, den sie heute trägt: REHACARE. Über die Jahre hat sie sich zur größten und bedeutendsten Fachmesse in Deutschland für den Bereich entwickelt – mit Aussteller*innen aus aller Welt, Innovationen aus Medizin, Technik und Alltag sowie einem starken Netzwerk von Verbänden, Vereinen und Selbsthilfegruppen.
Wichtige Punkte
- Erste Messe 1977 in Düsseldorf
- Von Beginn an hoher Zulauf: ca. 13.000 Besucher
- Seit 2001 offizieller Name REHACARE
- Heute: größte Fachmesse für Rehabilitation, Pflege und Inklusion in Deutschland
2. Corona-Pause – und das große Comeback
Wie viele andere Veranstaltungen musste auch die REHACARE während der Corona-Pandemie eine Zwangspause einlegen. 2020 und 2021 blieben die Hallen leer. Gerade für eine Messe, die vom persönlichen Austausch, vom Ausprobieren und Anfassen lebt, war das eine harte Zäsur.
Doch das Comeback 2022 war dafür umso kräftiger: Die Freude darüber, endlich wieder Hilfsmittel live sehen, Gespräche führen, Kontakte knüpfen zu können, war in allen Ecken der Messe spürbar. Heute gehört die REHACARE wieder fest in den Jahreskalender – für Fachbesucher genauso wie für Menschen, die selbst Unterstützung im Alltag suchen.
Wichtige Punkte
- 2020 und 2021: Messe abgesagt wegen Corona
- 2022: Rückkehr mit viel Enthusiasmus
- Heute wieder fester Termin für Fach- und Privatbesucher
3. Warum lohnt sich ein Besuch?
Anfassen statt nur anklicken
Wer noch nie auf der REHACARE war, könnte sich fragen, warum man für Informationen und Produkte extra eine Messe besuchen sollte – schließlich gibt es im Internet doch unzählige Shops, Vergleichsportale und Ratgeberseiten. Doch genau hier liegt der Unterschied: Auf der REHACARE wird vieles greifbar, im wahrsten Sinne des Wortes. Ein neuer Rollstuhl lässt sich nicht am Bildschirm beurteilen, und auch eine Gehhilfe oder ein Alltagshelfer entfalten ihre Wirkung erst, wenn man sie tatsächlich ausprobiert. Die Messe bietet genau diese Möglichkeit: anfassen, testen, vergleichen – und das alles direkt im Austausch mit den Herstellern.
Beratung mit Herz und Kopf
Besonders für Menschen, die selbst betroffen sind oder Angehörige begleiten, ist dieser direkte Zugang von unschätzbarem Wert. Denn oft ergeben sich im Gespräch Fragen, die kein Onlineshop beantworten kann. Wie fühlt sich der Sitz im Alltag an? Lässt sich die Vorrichtung leicht bedienen? Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es, und welche Modelle werden von den Krankenkassen übernommen? All das lässt sich vor Ort sofort klären.
Inspiration für den Alltag
Neben dem praktischen Aspekt gibt es noch einen weiteren Grund, warum sich ein Besuch lohnt: die Inspiration. Viele Besucher kommen mit einer konkreten Vorstellung oder einem bestimmten Anliegen – und entdecken dann Lösungen, an die sie vorher gar nicht gedacht hatten. Das kann ein technisches Hilfsmittel sein, eine digitale Assistenz oder auch ein einfacher, aber genialer Alltagshelfer. Dazu kommt die internationale Ausrichtung der Messe: Aussteller*innen aus aller Welt zeigen ihre Produkte, oft erstmals in Deutschland. So bekommt man Einblicke in Entwicklungen, die den Alltag in den kommenden Jahren prägen könnten.
Kurz gesagt: Die REHACARE ist mehr als ein Schaufenster für Produkte. Sie ist ein Ort der Begegnung, an dem man Neues erfährt, Erfahrungen austauscht und nicht selten auch das Gefühl bekommt: „Hier geht es um mich, um mein Leben, um meine Möglichkeiten.“
4. Das Programm: Zwischen Fachwissen und Mitmach-Spaß
Wissen, das weiterbringt
Neben der beeindruckenden Vielfalt an Aussteller*innen zeichnet sich die REHACARE durch ihr abwechslungsreiches Rahmenprogramm aus. Wer durch die Hallen schlendert, findet nicht nur Stände mit Produkten, sondern stößt immer wieder auf Foren, Vortragsbühnen und Themenparks, die den Blick über den Tellerrand hinaus öffnen. Besonders beliebt sind die Fachvorträge, die aktuelle Themen wie digitale Assistenzsysteme, Pflegepolitik oder die Herausforderungen inklusiver Arbeitswelten beleuchten. Hier diskutieren Expertinnen und Experten über die großen Fragen der Zukunft – praxisnah und verständlich, aber auch mit Raum für kritische Stimmen.
Themenparks und Selbsthilfegruppen
Ein Highlight sind die Themenparks, die sich jeweils auf bestimmte Lebensbereiche konzentrieren. Ob barrierefreies Wohnen, moderne Mobilität oder Alltagshilfen für Kinder und Familien – Besucher können sich hier umfassend informieren und gleichzeitig Anregungen für ihre persönliche Situation mitnehmen. Ergänzt wird das Ganze durch die große Präsenz von Selbsthilfegruppen, die nicht nur Informationen bereithalten, sondern auch ein offenes Ohr und wertvolle Erfahrungsberichte bieten.
Sport zum Mitmachen
Und dann gibt es noch den Bereich, der die Messe besonders lebendig macht: das Sport-Center. Hier wird nicht nur zugeschaut, sondern aktiv mitgemacht. Rollstuhl-Basketball, Para-Tischtennis, ein Rollstuhl-Parcours oder auch Kanufahren mit VR-Brille laden dazu ein, selbst einmal neue Bewegungsformen auszuprobieren. Für viele Besucher ist das ein echter Perspektivwechsel – und gleichzeitig ein großer Spaß.
Projekte, die bewegen
Auch Projekte von Stiftungen und Verbänden bereichern das Programm. So präsentiert beispielsweise die Sozialstiftung NRW in Halle 6 ihre Initiativen, die zeigen, wie selbstbestimmte Teilhabe im Alltag gelingen kann. Besonders pflegende Angehörige finden hier Unterstützung, Austauschmöglichkeiten und Ideen, die ihnen das Leben ein Stück leichter machen können.
Insgesamt wird deutlich: Die REHACARE ist nicht einfach eine Produktmesse, sondern ein lebendiger Treffpunkt, an dem Fachwissen, Alltagserfahrungen und Mitmach-Angebote zusammenkommen. Wer hier einen Tag verbringt, erlebt nicht nur Neues, sondern nimmt auch Energie und Impulse mit nach Hause.
Warum lohnt sich die REHACARE für Alltagsbegleiter*innen?
Für uns Alltagsbegleiterinnen und Alltagsbegleiter bietet die REHACARE eine besondere Chance. Hier können wir nicht nur die neuesten Hilfsmittel kennenlernen, sondern auch verstehen, wie diese im Alltag unserer Klientinnen und Klienten eingesetzt werden können. Ob es um technische Unterstützungen, barrierefreie Wohnideen oder sportliche Angebote für Menschen mit Einschränkungen geht – wir bekommen Anregungen, die wir direkt in unsere Arbeit einfließen lassen können. Gleichzeitig ist die Messe ein Ort des Netzwerkens: Man trifft andere Fachleute, Selbsthilfegruppen und Angehörige, tauscht sich über Herausforderungen aus und entdeckt neue Partner für die eigene Arbeit. Kurz gesagt: Wer als Alltagsbegleiter*in zur REHACARE geht, kommt mit Wissen, Kontakten und Inspiration zurück – ein Gewinn für die eigene Professionalität und für die Menschen, die wir täglich begleiten.
5. Fazit: Düsseldorf als Bühne für gelebte Inklusion
Die REHACARE ist ein Ort, an dem Zukunft, Alltag und Lebensfreude zusammentreffen. Für Alltagsbegleiter*innen, Pflegende, Angehörige und Betroffene ist sie ein echter Schatz: Hier entstehen Ideen, Netzwerke – und ganz oft auch neue Perspektiven für ein selbstbestimmtes Leben.
Wer nach Düsseldorf kommt, geht meist nicht nur mit Prospekten nach Hause, sondern mit Eindrücken, die Mut machen und den Blick erweitern.
ℹ Info-Fenster: REHACARE 2025 kompakt auf einen Blick
| Kategorie | Details |
|---|---|
| Termin | 17.–19. September 2025: 10 Uhr – 18 Uhr20. September: 10 Uhr – 17 Uhr |
| Ort | Messe Düsseldorf, Stockumer Kirchstraße 61, 40474 Düsseldorf |
| Ticketpreise | Online-Tagesticket: 9 €Vor Ort (Tageskasse): 17 €Ermäßigt vor Ort: 9 € (z. B. für Menschen mit B- oder H-Merkzeichen, Senior*innen, Studierende) |
| ÖPNV-Anreise | Straßenbahn U78 (Merkur Spiel-Arena/Messe Nord) oder U79 (Messe Ost – Ausstieg Messe Ost/Stockumer Kirchstraße); Bus 722 (Haltestelle Messe Ost oder Messe Süd/CCD); Flughafen-Shuttlebus 896 verfügbar |
Übrigens – kleiner Tipp
Wer ein bisschen clever plant, kann doppelt profitieren: Tickets sind online günstiger als an der Tageskasse. Es lohnt sich also, den Eintritt im Vorfeld bequem zu buchen.
Und noch praktischer: Mit der offiziellen REHACARE-App lässt sich der Messebesuch perfekt vorbereiten. Dort sind alle Vorträge, Diskussionen, Aussteller*innen und sogar der Hallenplan abrufbar – so verliert man nie den Überblick und kann den Tag ganz entspannt gestalten.
👉 Jetzt selbst entdecken!
Die REHACARE 2025 ist der perfekte Ort, um Neues kennenzulernen, Kontakte zu knüpfen und Inspiration für den Alltag zu sammeln.
Alle Infos zur Messe finden Sie auf der offiziellen Website:
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